
«Wir müssen unseren unmittelbaren Siedlungsraum neugestalten und vom Menschen aus denken: Wir brauchen viel mehr Bäume in den Städten und Dörfern. Sie kühlen ihre Umgebung ab, spenden Schatten und filtern Feinstaub aus der Luft. Ähnliche Wirkung zeigen auch offene Gewässer: Bäche und Flüsse sollen deswegen wieder an die Oberfläche geholt und naturnah gestaltet werden. Es braucht mehr grüne Oasen in den dichten Siedlungsräumen und im besten Fall sind sie miteinander vernetzt, damit Tiere und Insekten sich frei bewegen können. Naturschutzgebiete und Ruhezonen sind dabei genauso wichtig wie naturnahe Freizeitanlagen. Wenn wir in unsere unmittelbare Umgebung investieren und sie lebenswerter machen, leisten wir nicht nur Gutes für unsere Umwelt, sondern auch für uns. Freizeit in der Natur darf kein Luxus für Reiche sein. Darum ist es besonders in verdichteten Siedlungen wichtig, auf die Gestaltung des Aussenraumes zu achten, weil diese Naherholungsgebiete zum Garten vieler Menschen werden. Erholung in naturnaher Umgebung ist dabei auch Gesundheitsprävention. Mehr Ruhe mindert Stress, attraktive Kinderspielplätze fördern die Bewegung und Blumenwiesen sind schöner als Steingärten. Mehr Leben braucht es aber auch in einem anderen Sinne: Viele Zentren sind derzeit nicht mehr besonders einladend. Die wichtigsten Dienstleitungen und Einkaufsmöglichkeiten sollten für alle in kurzer Zeit und nach Möglichkeit zu Fuss, mit dem Velo oder dem öV erreichbar sein. Ich setzte mich dafür ein, dass Projekte, die unsere Zentren wieder lebenswerter machen, gefördert werden.»